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12.09.2010, 00:40
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Tetyana Alexander
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Sachwerte schlagen " Papier" - Vermögen (1)

Sachwerte schlagen „Papier“-Vermögen
21.05.2010 | 18:53 | JOSEF URSCHITZ (Die Presse)
Wer sich gegen hohe Teuerung schützen will, hat dazu noch ein bisschen Zeit. Es schadet aber nicht, sich schon jetzt Gedanken zu machen, wie man sein Erspartes im Fall des Falles ins Trockene bringt.
wien. Zuerst die gute Nachricht: Wer eine Megainflation fürchtet, hat noch ein wenig Zeit, sich seine persönliche Anti-Inflations-Strategie zu überlegen. In naher Zukunft, solange die Wirtschaft noch schwächelt, werden die Industrieländer trotz jetzt schon intensiven „Gelddruckens“ eher gegen das Gegenteil ankämpfen.
In zwei, drei Jahren wird es aber wahrscheinlich ernst: In der Krise sind die Märkte mit Liquidität geflutet worden. Und für die Staaten wird die Versuchung groß werden, ihre auf normalem Weg nicht mehr bewältigbaren Schulden ein bisschen „wegzuinflationieren“. Dass die EZB gebetsmühlenartig auf ihr striktes Inflationsziel verweist, heißt noch gar nichts: Die Euro-Notenbank hat bis vorige Woche auch kategorisch ausgeschlossen, Staatsanleihen aufzukaufen (und damit die Notenpresse direkt in Gang zu setzen). Und jetzt tut sie es.
Experten erwarten, dass es ein paar Jahre lang zu erhöhten Inflationsraten von fünf Prozent aufwärts kommen wird. Die Gefahr, dass sich die Preise verselbstständigen und dann wirklich unangenehme Dimensionen erreichen, wird aber nicht ausgeschlossen.
Man sollte sich also in Ruhe Gedanken darüber machen, wie man sein Vermögen im Fall des Falles vor Entwertung schützt. Als Faustregel gilt: Ungeeignet ist bedrucktes Papier, das nur auf Rückzahlungsversprechungen beruht. Also Bargeld, Spareinlagen, Lebensversicherungen, Anleihen. Guten Schutz bieten Sachwerte, also beispielsweise Immobilien, Rohstoffe, Edelmetalle und – mit Einschränkungen – Aktien. Im Folgenden die Vorzüge und Nachteile der wichtigsten Anlagen.

1.) Immobilien bieten doppelten Schutz
Eine Wohnung oder ein Haus lässt sich nach der Krise wieder zu Geld machen. Und bietet bei Vermietung während der Krise laufend inflationsgeschützte Mieteinnahmen. Allerdings: Die Lage ist alles. Die begehrte Kleinwohnung in Zentrumsnähe ist also unter Anlagegesichtspunkten eindeutig besser als das beeindruckende, aber nur schwer vermiet- und verwertbare Zweithaus in der „Pampa“. Und: In guten Lagen sind die Wohnungspreise schon sehr hoch. Zudem cashen die Anbieter von Vorsorgewohnungsmodellen ganz ordentlich mit Vermittlungs- und Beratungsspesen ab. Wer es sich zutraut, ist also häufig besser dran, wenn er eine normale Eigentumswohnung kauft und selbst verwaltet. Ein Kauf mit Kredit ist zweischneidig: Theoretisch entwertet hohe Inflation natürlich auch Schulden, die Banken reagieren auf Teuerung aber sehr schnell mit sehr hohen Zinsen. Wichtig: Nur echte Immobilien schützen, Immo-Aktien sind „Papiergeld“ mit Emittentenrisiko.



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