Präsentation
Gesendet
12.09.2010, 00:43
Von
Tetyana Alexander
Tetyana Alexander
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Sachwerte schlagen " Papier" - Vermögen (2)

2.) Gold und Silber: Die Inflationsklassiker
Wer Gold im Portefeuille hat, wird die Krise wahrscheinlich gut überstehen. Das Edelmetall, das hohen Inflationsschutz bietet, hat aber auch gravierende Nachteile: Es trägt keine Zinsen, die Lagerung ist – wenn man nicht so dumm ist, Barren und Münzen zu Hause zu verstecken – teuer, und der Preis fluktuiert stark. Geld, das man kurzfristig brauchen könnte, sollte man also eher nicht in Gold stecken. Derzeit löst sich gerade wieder eine kleine Goldpreisblase auf. Auch bei Edelmetallen gilt: Kurzfristig kann man mit Gold-Zertifikaten, Minenaktien und Ähnlichem prächtig spekulieren, mittelfristigen Schutz bietet aber nur physisches Gold.

3.) Auch Aktien sind Sachwerte – ein bisschen
Aktienkurse leiden unter Inflation, aber sie verbriefen Beteiligungen an Unternehmen und sind deshalb Sachwerte. Aktionäre sind langfristig wesentlich besser durch Wirtschaftskrisen mit Inflationsschüben gekommen als Anleihenbesitzer oder Sparer. Freilich: Man braucht unter Umständen einen langen finanziellen Atem. Und es muss sichergestellt sein, dass das Unternehmen die Krise auch überlebt. Es kommen also nur erstklassige Blue Chips infrage.


4.) Anleihen sind klassische Inflationsopfer
Staatsanleihen gelten als sicher. Aber in Zeiten erhöhter Inflation sind sie – auch ganz ohne Staatsbankrott, der sie wertlos machen würde – Kapitalvernichter. Derzeit rentieren Staatsanleihen von „guten“ Euro-Ländern so zwischen drei und vier Prozent, davon geht noch die Kapitalertragsteuer ab. Da bedarf es keiner großen Preissteigerungen, bis das Ganze ein Verlustgeschäft wird. Die Schuldensituation könnte im schlimmsten Fall auch in Euro-Ländern zu Umschuldungen führen – der Super-GAU für Anleihenzeichner.


5.) Lebensversicherungen bieten keinen Schutz
Er- und Ablebensversicherungen als reine Geldanlage sind schon in guten Zeiten ein unglaublich schlechtes Geschäft. Vor allem für jene, die gut genug verdienen, um um den Genuss der steuerlichen Absetzbarkeit umzufallen. In Zeiten hoher Inflation sind sie klassische Kapitalvernichtungskonstruktionen. Allerdings: Wer vorzeitig aussteigen will, sollte sich das gut überlegen – und genau durchrechnen. In den allermeisten Fällen wird man in diesem Fall nicht einmal die eingezahlten Prämien zurückbekommen. Außerdem muss nachversteuert werden. Man sitzt also in der Mausefalle – und kann nur hoffen, dass die Versicherungsgesellschaft überlebt. Dasselbe gilt sinngemäß auch für Pensionsversicherungen.


6.) Geldverbrennung mit Bargeld und Sparbuch
Besitzer von Bargeld und Spareinlagen sind die, die eine Entschuldung per Inflation (gemeinsam mit den Staatsanleihenzeichnern) bezahlen: Sparzinsen steigen in der Inflation normalerweise zwar. Aber immer verzögert und viel schwächer als die Teuerung. Die Entwertung geht da rasant: Bei einer Inflation von sechs, sieben Prozent ist das Vermögen schon nach ein paar Jahren real halbiert

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